Zahnersatz 2026: Das ändert sich für Patienten
Wer 2026 einen Heil- und Kostenplan für Zahnersatz bekommt, sieht höhere Beträge als 2025. Grund ist die jährliche Anpassung der Abrechnungsgrundlagen: Seit Januar 2026 liegt der Punktwert bei 1,1844 Euro, das entspricht einem Plus von 4,78 Prozent.
Die gute Nachricht: Die Festzuschüsse der Krankenkassen steigen im gleichen Umfang. Bei lückenlosem Bonusheft über zehn Jahre werden weiterhin 75 Prozent der Regelversorgung übernommen, bei einer einzelnen Zahnlücke nun bis zu 693 Euro statt bisher 662 Euro. Trotzdem müssen Patienten wegen der insgesamt gestiegenen Kosten meist etwas mehr selbst zahlen.
Hauptgrund für die höheren Preise sind die gestiegenen Kosten in den Zahnarztpraxen. Energie, Materialien und vor allem Gehälter haben deutlich angezogen, da Praxen wegen Fachkräftemangels die Löhne erhöhen mussten. Die jährlichen Anpassungen von rund 4 bis 5 Prozent seit 2022 reichen nicht aus, um diese Mehrbelastung vollständig auszugleichen, sodass viele Praxen bisher einen Teil selbst getragen haben.
Patienten können dennoch einiges tun, um ihren Eigenanteil zu senken. Das wichtigste Instrument bleibt das Bonusheft: Regelmäßige Vorsorge senkt den Eigenanteil, weil der Zuschuss von 60 auf bis zu 75 Prozent steigt und so mehrere hundert Euro sparen kann.
Zusätzlich hilft bei geringem Einkommen die Härtefallregelung. Wer 2026 weniger als 1.582 Euro brutto monatlich verdient, bekommt 100 Prozent der Kosten für die Regelversorgung erstattet, bei einfachen Kassenleistungen übernimmt die Krankenkasse dann sogar die Gesamtkosten.
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Quelle: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV), Kassenzahnärztliche Vereinigung Baden-Württemberg, Dezember 2025