Zahnimplantate – Implantologie Dr. Dr. B. Zahedi, Ratingen

Zahnimplantate werden seit Jahrzehnten für den Zahnersatz mit Erfolgsquoten von nahezu 100 % eingesetzt. Dabei sind sie die einzige Option, verloren gegangene Zähne tatsächlich zu ersetzen und Lücken nicht mithilfe von oder sogar auf Kosten eigener Zähne zu schließen. Trotzdem wird vielen Menschen bei dem Gedanken an einen Eingriff am Kiefer mulmig, so dass Implantate auch nicht jedermanns Sache sind. Eine gute Alternative wird sich in solchen Fällen immer finden.

Mit drei Jahrzehnten Erfahrung und einigen 1.000 Implantaten wissen wir gut Bescheid, wann Implantate besonders gut eingesetzt werden können und wann Alternativen Vorteile bieten. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Ausgangslagen, die als schwierig gelten – wenig Knochen, Voroperationen, Versorgungen, die nicht gehalten haben. Technologisch hat sich viel getan. 3-D-Röntgen (DVT) unterstützt uns, das Knochenangebot perfekt einzuschätzen und damit Risiken zu minimieren. Scan-Technologie bei der Zahnersatz-Fertigung ermöglicht präzise Ergebnisse ohne quälende Abdruckmasse im Mund.

Implantaten gilt schon seit langer Zeit besonderes Interesse in unserer Praxis. Alle Informationen über die kleinen Schrauben haben wir auf unserer eigenen Internetplattform www.implantate.com zusammengetragen. Das ist die größte Internetplattform zur zahnärztlichen Implantologie und dürfte jede Frage zu diesem modernen Zahnersatz beantworten.

Hier haben wir für Sie die wesentlichen Informationen zu Implantatversorgungen in unserer Praxis für den schnellen Überblick zusammengefasst.

Was sind Zahnimplantate?

Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln aus körperverträglichem Titan oder aus Zirkonoxid-Keramik, meist schrauben- oder zylinderförmig. In einem kleinen Eingriff werden sie in den Kieferknochen eingesetzt. In den folgenden Wochen verwächst der Knochen direkt mit der Implantatoberfläche – dieser Vorgang heißt Osseointegration und ist die Grundlage für die Belastbarkeit. Danach übernimmt das Implantat die Aufgabe der natürlichen Zahnwurzel: Es trägt eine Einzelkrone oder Brücke, oder es verankert herausnehmbaren Zahnersatz sicher im Kiefer.

Schema eines Zahnimplantats mit Krone, Abutment und Implantatkörper im Kieferknochen
Ein Implantat besteht aus drei Teilen: dem Implantatkörper im Knochen, dem Aufbau (Abutment) und der sichtbaren Krone.

Eine Zahnlücke lässt sich damit schließen, ohne gesunde Nachbarzähne zu beschleifen. Wacklige Prothesen bekommen festen Halt, und selbst bei Zahnlosigkeit sind feste Zähne möglich.

Trotzdem ist ein Implantat kein besserer Zahn. Auf nichts kaut es sich so gut wie auf dem eigenen Zahn – deshalb hat der Zahnerhalt bei uns immer Vorrang. Und wenn Ihnen der Gedanke an einen Eingriff am Kiefer widerstrebt oder die Ausgangslage dagegen spricht, sprechen wir offen über Brücke, Teilprothese oder Teleskopversorgung. Es gibt kaum eine Situation, für die sich nicht auch eine gute Alternative findet.

Welche Vorteile haben Zahnimplantate?

Der größte Vorteil ist zugleich der unauffälligste: Die Nachbarzähne bleiben, wie sie sind. Zahnlücken werden häufig von völlig gesunden Zähnen begrenzt, die man für eine Brücke beschleifen müsste. Ein Implantat macht das überflüssig. Es leitet außerdem Kaukräfte in den Kiefer und wirkt so dem Knochenabbau entgegen, der nach jedem Zahnverlust einsetzt. Eine Prothese sitzt fest, statt beim Sprechen zu wandern. Und gerade nach Zahnverlust durch eine Parodontitis nehmen Implantate den verbliebenen Zähnen Last ab, die diese sonst mittragen müssten.

Welches Implantat für Sie infrage kommt

In den allermeisten Fällen setzen wir zweiteilige Titanimplantate – seit Jahrzehnten das Arbeitspferd der Implantologie, gleichermaßen verlässlich beim einzelnen Zahn wie bei der Verankerung einer Prothese. Wir arbeiten mit den Systemen von Dentsply Sirona (Astra Tech), Straumann und Medical Instinct. Zweiteilig heißt: Der Aufbau lässt sich unabhängig vom Implantatkörper wählen, das Implantat kann in Ruhe unter dem Zahnfleisch einheilen, und wir bleiben bei der späteren Versorgung frei.

Wenn Sie kein Metall im Mund möchten oder mit Unverträglichkeiten zu tun haben, kommen Keramikimplantate aus Zirkonoxid infrage (Zeramex®, Dentalpoint). Wir verwenden ausschließlich zweiteilige Systeme, die dieselbe prothetische Freiheit bieten wie Titan. Das helle Material ist im sichtbaren Bereich ein echter Vorteil. Die Langzeitdaten reichen allerdings noch nicht so weit zurück wie bei Titan, und der Materialpreis liegt höher – beides gehört ins Gespräch.

Nicht jede Situation braucht das volle Programm. Wo wenig Knochen vorhanden ist oder eine Prothese schnell Halt finden soll, sind durchmesserreduzierte Mini-Implantate oft die klügere Wahl: minimalinvasiv eingebracht, meist sofort belastbar, deutlich günstiger – als dauerhafte Lösung oder als Zwischenschritt. Und im zahnlosen Kiefer lässt sich ein festsitzender Zahnersatz auf nur vier Implantaten verankern; dafür nutzen wir das SKY®-System von bredent. Weil die hinteren Implantate dabei geneigt gesetzt werden, planen wir das grundsätzlich dreidimensional.

Was sich in den letzten Jahren am deutlichsten geändert hat: Kurze und schmale Implantate gelten heute als zuverlässig. Das erlaubt uns, auch in knochenarmen Regionen zu implantieren – häufig ganz ohne Knochenaufbau und damit mit einem spürbar kleineren Eingriff.

Zweiteiliges Titanimplantat mit verschiedenen Aufbauteilen
Zweiteiliges System: Implantatkörper und Aufbauteile lassen sich getrennt wählen.

Digitale Planung und 3D-Diagnostik

Was die Implantologie in den letzten Jahren am stärksten verändert hat, ist nicht das Implantat selbst, sondern die Planung davor.

Das 3D-Röntgen zeigt uns Höhe und Breite des Knochens, den Verlauf des Unterkiefernervs und die Ausdehnung der Kieferhöhle, bevor wir anfangen. Position und Größe des Implantats stehen damit vorher fest, statt während der Operation entschieden zu werden – und wo es sinnvoll ist, überträgt eine Bohrschablone die Planung millimetergenau in den Mund. Die Abformung nehmen wir digital: Ein Intraoralscanner erfasst Ihre Kiefersituation ohne Löffel und Abformmasse, angenehmer für Sie und präziser in der Übertragung. Dasselbe Verfahren nutzen wir für Kronen und Brücken ohne Abdruck.

DVT in mehreren Schnittebenen: Knochenangebot, Kieferhöhle und Implantatposition dreidimensional dargestellt

DVT: Knochenangebot, Nervkanal und Kieferhöhle in drei Ebenen

Dreidimensionaler Intraoralscan von Ober- und Unterkiefer als Grundlage für die digitale Planung

Intraoralscan: digitale Abformung ohne Abdrucklöffel

Wie eine Versorgung aussehen kann

Ein einzelner Zahn, ersetzt ohne die Nachbarn anzutasten

Einzelzahnimplantat

Vier Frontzähne auf einer festsitzenden Brücke

Festsitzende Brücke für vier Frontzähne

Feste Kronen dort, wo sonst eine herausnehmbare Prothese nötig wäre

Freiendsituation: feste Kronen statt herausnehmbarer Prothese

Das sind drei häufige Ausgangslagen. Welche davon Ihrer nahekommt – oder ob Ihre Situation eine ganz andere Lösung verlangt – sehen wir gemeinsam an den Modellen und Röntgenbildern.

Wie läuft eine Implantatbehandlung ab?

1

Beratung und Diagnostik

Krankengeschichte, Medikamente, gründliche Untersuchung und ein Übersichtsröntgenbild. Daraus ergibt sich, welche Versorgung zu Ihrer Situation passt.

1 Termin

2

Planung

Kieferanalyse an Modellen und Röntgenbildern, bei Bedarf 3D-Aufnahme und Bohrschablone. Sie erhalten einen Heil- und Kostenplan.

vor dem Eingriff

3

Implantation

Ambulanter Eingriff in örtlicher Betäubung, auf Wunsch mit Lachgas oder im Dämmerschlaf.

meist unter einer Stunde

4

Einheilung

Das Implantat verwächst mit dem Knochen. In dieser Zeit tragen Sie bei Bedarf ein Provisorium.

Unterkiefer ca. 6–12 Wochen, Oberkiefer ca. 3–5 Monate

5

Zahnersatz

Abformung oder Intraoralscan, dann Krone, Brücke oder Prothese auf dem Implantat.

2–3 Termine

6

Nachsorge

Regelmäßige Kontrolle und professionelle Implantatreinigung – der wichtigste Schritt für die Haltbarkeit.

dauerhaft, 2–4× jährlich

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Nach jedem Zahnverlust baut sich der Kieferknochen an dieser Stelle ab – am stärksten in den ersten Monaten. Ein Implantat hält diesen Prozess auf. Deshalb wird heute so früh wie möglich implantiert. Häufig lässt sich ein nicht mehr zu rettender Zahn entfernen und das Implantat in derselben Sitzung in das leere Zahnfach einbringen (Sofortimplantation). Liegt eine Entzündung im Knochen vor oder bestehen andere Risiken, wartet man die Ausheilung ab: bei einer akuten Entzündung etwa eine Woche, bei Knochen- und Weichgewebsheilung meist 8 bis 16 Wochen.

Der Eingriff – auf Wunsch in Sedierung

Viele Patienten machen sich vor der Implantation Sorgen. Der Eingriff selbst erfolgt schmerzfrei, eine örtliche Betäubung reicht dafür fast immer aus. Wer gar nichts davon mitbekommen möchte, kann die Behandlung in Sedierung durchführen lassen.

Im Mund wird die geplante Position aufgesucht, der Knochen freigelegt und mit einem dünnen Bohrer vorbereitet – falls vorhanden, unter Führung der Bohrschablone. Ein Röntgenbild bestätigt die Richtung, dann wird das Implantatbett fertig aufbereitet und das Implantat eingeschraubt. Je nach Ausgangslage wird das Zahnfleisch darüber vernäht oder es wird gleich eine Kappe eingesetzt, die das Zahnfleisch formt (offene Einheilung).

Im Nachhinein sagen fast alle Patienten, sie hätten sich die Implantation schlimmer vorgestellt. Nach der Operation ist ein leichter bis mittlerer Wundschmerz normal und mit einfachen Schmerzmitteln gut zu kontrollieren – das Implantat selbst verursacht kaum Beschwerden, da der Knochen nervenarm ist. Mit einer Schwellung ist zu rechnen, ihr Höhepunkt liegt meist am zweiten Tag; auch Blutergüsse sind keine Seltenheit. Am Tag des Eingriffs sollten Sie sich Ruhe gönnen und auch danach schwere körperliche Belastung meiden. Arbeitsfähig sind viele Patienten – ähnlich wie nach dem Ziehen eines Zahns – bereits am nächsten Tag.

Beißen mit den neuen Zähnen – sofort oder später?

In der Regel geben wir einem Implantat im Unterkiefer 6 bis 12 Wochen und im Oberkiefer 12 bis 20 Wochen Zeit, bis es sicher im Kiefer verankert ist. Erst dann wird es mit der Krone, der Brücke oder dem herausnehmbaren Zahnersatz belastet.

Wer diese Zeit nicht hat, für den kommt unter bestimmten Voraussetzungen eine Sofortversorgung infrage: Der Zahnersatz wird direkt bei der Implantation eingegliedert. Bei Zahnlosigkeit lässt sich mit Mini-Implantatsystemen innerhalb weniger Stunden ein fester Halt erreichen – auch bei geringem Knochenangebot und im höheren Lebensalter. Und mit Kurzzeitimplantaten können wir einen Zahnersatz für die Einheilzeit der eigentlichen Implantate sicher befestigen. Dem Wunsch nach „festen Zähnen – sofort“ können wir damit grundsätzlich nachkommen.

Wenn wenig Knochen da ist – oder es schon einmal nicht geklappt hat

Ein Teil der Patienten kommt mit einer Ausgangslage zu uns, die anderswo als schwierig oder aussichtslos eingeschätzt wurde: zu wenig Knochen, ein Implantat, das nicht gehalten hat, eine Versorgung, die nach Jahren locker geworden ist. Das ist der Bereich, in dem wir seit langem unseren Schwerpunkt haben – und in dem sich fast immer noch etwas machen lässt.

Der erste Schritt ist dabei oft, weniger zu tun statt mehr. Mit durchmesserreduzierten und kürzeren Implantaten lässt sich heute auch bei knappem Knochenangebot in vielen Fällen implantieren, ohne vorher aufzubauen – ohne Abstriche bei Belastbarkeit und Prognose. Das erspart Ihnen einen zweiten Eingriff und Monate Wartezeit. Ob das in Ihrem Fall trägt, zeigt die dreidimensionale Aufnahme.

Wo es nicht reicht, bauen wir auf. Mit der Rekonstruktion des Implantatlagers beschäftigen wir uns seit über fünfzehn Jahren. Kleinere und mittlere Defekte füllen wir in der Regel mit dem Knochen auf, der beim Aufbereiten des Implantatbetts ohnehin anfällt. Ist Knochenersatzmaterial nötig, verwenden wir synthetisches Material (ß-Tricalciumphosphat/Hydroxylapatit), bei Bedarf geschützt durch eine resorbierbare Kollagenmembran.

Eine typische Mangelsituation findet sich im Oberkiefer-Seitenzahnbereich, weil die Kieferhöhle dort nach unten reicht. Hier hilft der Sinuslift: Knochen beziehungsweise Knochenersatzmaterial wird am Boden der Kieferhöhle eingebracht und erhöht so das Implantatlager. Für solche Eingriffe nutzen wir ein Ultraschall-Chirurgiegerät (Piezochirurgie), das besonders schonend arbeitet. Bei größeren Defekten entnehmen wir Knochenblöcke aus einer knochenreichen Stelle des Kiefers und verpflanzen sie in den Defektbereich.

Schema eines Sinuslifts: aufgebauter Knochen am Boden der Kieferhöhle trägt das Implantat im Oberkiefer-Seitenzahnbereich
Sinuslift: Am Boden der Kieferhöhle aufgebauter Knochen schafft die Höhe, die das Implantat im Oberkiefer-Seitenzahnbereich braucht.

Wenn Ihnen an anderer Stelle bereits gesagt wurde, ein Implantat sei bei Ihnen nicht möglich, lohnt sich in vielen Fällen ein zweiter Blick. Bringen Sie vorhandene Röntgenbilder und Unterlagen einfach mit – oft lässt sich schon im ersten Gespräch einschätzen, ob es einen gangbaren Weg gibt.

Was wir vorher von Ihnen wissen müssen

Es gibt nur sehr wenige Situationen, in denen wir von einem Implantat abraten müssen. Viel häufiger geht es um Umstände, die sich planen lassen – vorausgesetzt, wir kennen sie. Deshalb fragen wir vor jeder Implantation nach Ihren Vorerkrankungen und nach allem, was Sie an Medikamenten einnehmen. Bringen Sie Ihren Medikamentenplan gerne mit.

Ein Beispiel: Mittel gegen Osteoporose oder aus der Tumortherapie – Bisphosphonate, Denosumab – verändern den Knochenstoffwechsel. Ob und wie wir implantieren, hängt davon ab, ob Sie niedrig dosiert in Tablettenform oder hoch dosiert als Infusion behandelt werden. Blutverdünner sind dagegen fast nie ein Grund, etwas abzusetzen; wir stimmen das Vorgehen mit Ihrem behandelnden Arzt ab. Ein gut eingestellter Diabetes ist kein Hindernis, ein schlecht eingestellter verzögert die Heilung. Eine bestehende Parodontitis behandeln wir vorher, sonst arbeiten wir gegen die Bakterien an, die den Zahn gekostet haben. Und Rauchen bleibt der Faktor, den Sie selbst am stärksten in der Hand haben – kein Ausschlussgrund, aber ein guter Anlass, es rund um den Eingriff ruhen zu lassen.

Eine Osteoporose für sich genommen spricht nicht gegen ein Implantat, eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht. Bei jungen Patienten warten wir den Abschluss des Kieferwachstums ab. Entscheidend bleibt der Knochen selbst: entzündungsfrei und in ausreichender Höhe und Breite – oder so, dass er sich aufbauen lässt.

Wie lange halten Implantate?

Zwei Zahlen gehören hier auseinandergehalten. Das Einheilen gelingt nahezu immer – deshalb die hohen Erfolgsquoten, die man überall liest. Über die Jahre entscheidet dann die Pflege: Statistisch sind nach zehn Jahren noch rund 90 % aller Implantate in Funktion. Unter günstigen Voraussetzungen – guter Mundhygiene, regelmäßiger Nachsorge und ohne Rauchen – geht man heute davon aus, dass die Lebensdauer eines Implantats nicht grundsätzlich begrenzt ist.

Einen Erfolg garantieren kann man in der Medizin nicht. Bei einem seltenen Misserfolg, der nicht auf vorab bekannte individuelle Risiken zurückgeht, übernehmen wir als Schwerpunktpraxis zwei Jahre Gewährleistung nach den implantate.com-Kriterien.

Nachsorge und Pflege

Die Pflege eines Implantats unterscheidet sich im Alltag kaum von der Ihrer eigenen Zähne. Ein wichtiger Unterschied bleibt aber: Ein Implantat hat keine Wurzelhaut und damit weniger Abwehr gegen Bakterien als ein natürlicher Zahn. Eine gute Mundhygiene ist deshalb keine Empfehlung, sondern die Voraussetzung für den dauerhaften Erhalt.

Reinigung eines Implantatstegs mit einer Zahnzwischenraumbürste, daneben verschiedene Bürstengrößen
Zahnzwischenraumbürsten in der richtigen Stärke erreichen auch die Flächen rund um Implantate und Stege.

Zahnzwischenraumbürsten in der passenden Größe und spezielle Implantat-Zahnseide erreichen die Stellen, an die eine Zahnbürste nicht herankommt – welche Größe für Sie passt, zeigen wir Ihnen. Den Rest übernimmt die professionelle Zahnreinigung; je nach Situation empfehlen wir zwei bis vier Termine im Jahr. Bei jedem davon sehen wir uns Zahnfleisch und Implantatbett an und kontrollieren bei Bedarf röntgenologisch. Diese Termine sind kein Zusatzgeschäft, sondern der Grund, warum Implantate so lange halten.

Was kosten Implantate?

Die gesetzliche Krankenversicherung bezuschusst nur den Zahnersatz, nicht das Implantat selbst – und zwar über den Festzuschuss, der sich nach Ihrem Befund und Ihrem Bonusheft richtet. Nur in Ausnahmefällen (etwa nach Tumorerkrankungen, bei generalisierter genetischer Nichtanlage von Zähnen oder bei Fehlbildungen) übernimmt die Kasse mehr. Private Versicherer erstatten je nach Vertrag meist 60 bis 80 %.

Wir rechnen nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) ab und legen offen, woraus sich ein Betrag zusammensetzt: Implantatsystem, Laborfertigung, Planung, Eingriff und Nachkontrollen. Zur Orientierung typische Gesamtkosten in unserer Praxis, ohne Berücksichtigung von Zuschüssen und Erstattungen:

Versorgung Gesamtkosten
Implantat ohne Zahnersatz ab ca. 1.100 €
Einzelzahnimplantat mit Krone, Seitenzahnbereich, ohne Knochenaufbau ab ca. 2.200 €
Einzelzahnimplantat im Frontzahnbereich (höherer ästhetischer Anspruch) ab ca. 2.550 €
Herausnehmbarer Zahnersatz auf 4 Implantaten – Locatoren oder Kugelkopfanker ab ca. 6.600 €
Herausnehmbarer Zahnersatz auf 4 Implantaten – Steg ab ca. 8.700 €
Herausnehmbarer Zahnersatz auf 4 Implantaten – Teleskope ab ca. 10.800 €
Herausnehmbarer Zahnersatz auf 5 Mini-Implantaten 3.000 – 5.000 €
Festsitzender Zahnersatz bei Zahnlosigkeit ab ca. 14.500 €
Knochenaufbau, je nach Aufwand 260 – 1.040 €

Alle Preise sind unverbindliche Richtwerte und ersetzen keinen Heil- und Kostenplan. Der verbindliche Betrag für Ihre Behandlung ergibt sich erst nach der Untersuchung und Planung.

Zirkonoxid-Keramikimplantate liegen wegen der höheren Materialkosten rund 370 € je Implantat über den genannten Werten. Umgekehrt lässt sich mit einem preisgünstigeren (weiterhin hochwertigen) Implantatsystem und Auslandszahnersatz spürbar sparen – beim Zahnersatz sind je nach Versorgung 20 bis 30 % möglich.

Ihren Eigenanteil selbst ausrechnen: Auf implantate.com steht ein Kostenrechner, der Versorgung, Implantattyp, Knochenaufbau, Labor und Ihre Bonusstufe berücksichtigt und Ihnen Gesamtkosten, Kassenzuschuss und Eigenanteil getrennt ausweist.

Zum Implantat-Kostenrechner →

Für unsere Implantatversorgungen gelten die Preisgarantie und zwei Jahre Gewährleistung nach den implantate.com-Kriterien. Den verbindlichen Betrag für Ihre Situation nennt Ihnen der Heil- und Kostenplan, den Sie nach der Planung von uns erhalten – nehmen Sie ihn gerne mit und vergleichen Sie in Ruhe.

Versorgungsbeispiele aus unserer Praxis

Einzelzahnimplantat mit vollkeramischem Aufbau und Krone vor und nach der Versorgung

Einzelzahnimplantat mit vollkeramischem Aufbau und Krone

Locator-Versorgung auf vier Implantaten zur Fixation einer Unterkieferprothese

Locator-Versorgung auf 4 Implantaten zur Fixation einer Unterkieferprothese

Häufige Fragen

Tut eine Implantation weh?

Der Eingriff selbst ist schmerzfrei, eine örtliche Betäubung reicht fast immer aus. Danach ist ein leichter bis mittlerer Wundschmerz normal, der sich mit einfachen Schmerzmitteln gut beherrschen lässt. Der Knochen selbst ist nervenarm und daher wenig empfindlich.

Wie lange dauert es, bis ich wieder feste Zähne habe?

Vom Eingriff bis zum endgültigen Zahnersatz vergehen im Unterkiefer meist drei bis vier, im Oberkiefer vier bis sechs Monate. In der Zwischenzeit versorgen wir Sie bei Bedarf mit einem Provisorium. Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch eine Sofortversorgung möglich.

Bin ich zu alt für ein Implantat?

Nein. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht. Entscheidend sind der Zustand des Kieferknochens und die allgemeine Gesundheit, nicht das Geburtsjahr.

Was ist, wenn ich mich gegen ein Implantat entscheide?

Dann suchen wir gemeinsam die beste Alternative – je nach Situation eine Brücke, eine Teilprothese oder eine Teleskopversorgung. Ein Implantat ist ein Angebot, keine Voraussetzung. Wir beraten Sie ergebnisoffen und rechnen Ihnen die Möglichkeiten gerne gegeneinander.

Mir wurde gesagt, ich hätte zu wenig Knochen für ein Implantat.

Dann lohnt sich ein zweiter Blick. Häufig lässt sich mit kürzeren oder schmaleren Implantaten ohne Aufbau arbeiten, und wo aufgebaut werden muss, ist das für uns Routine. Bringen Sie vorhandene Röntgenbilder mit – oft lässt sich schon im ersten Gespräch sagen, ob es einen Weg gibt.

Sprechen wir darüber

Alles, was hier steht, gilt im Allgemeinen. Ob es für Sie gilt, lässt sich erst sagen, wenn wir uns Ihre Situation angesehen haben – den Knochen, die verbliebenen Zähne, Ihre Vorgeschichte und das, was Sie sich vom Ergebnis erwarten. Manchmal ist das Implantat am Ende die richtige Antwort, manchmal etwas anderes.

Nehmen Sie sich die Zeit für ein Besprechungsgespräch. Wir gehen die Möglichkeiten in Ruhe durch, Sie bekommen einen Heil- und Kostenplan mit nach Hause und entscheiden danach – nicht vorher. Telefonisch erreichen Sie uns unter 02102 701480, oder Sie schreiben uns über das Kontaktformular.