Röntgen in der Schwangerschaft: Kein Grund zur Sorge
Viele schwangere Patientinnen fragen, ob Röntgenaufnahmen beim Zahnarzt gefährlich sind. Die klare Antwort: Nein – wenn die Aufnahme diagnostisch notwendig ist.
Die American Dental Association hat ihre Empfehlungen 2024 überarbeitet und stellt fest: Zahnärztliche Röntgenaufnahmen sind in allen Phasen der Schwangerschaft sicher. Die fetale Strahlendosis liegt beim modernen digitalen Röntgen bei rund 0,01 mGy – das ist 5.000- bis 10.000-mal weniger als die Schwellenwerte, ab denen überhaupt biologische Effekte beobachtet werden.
Eine Überraschung für viele: Die ADA empfiehlt Bleischürzen und Schilddrüsenschutz beim Zahnröntgen inzwischen nicht mehr – auch nicht für Schwangere. Sie bieten bei Zahnaufnahmen keinen relevanten Schutz, können aber durch Bildüberlagerungen Wiederholungsaufnahmen nötig machen. Schutz entsteht durch präzise Einblendung, digitale Technik und eine sorgfältige Indikationsstellung – nicht durch die Schürze.
Auch Lokalanästhesie mit Lidocain gilt in allen Trimestern als sicher. Und: Unbehandelte Infektionen im Mund sind für das ungeborene Kind ein größeres Risiko als eine kontrollierte zahnärztliche Behandlung. Wer in der Schwangerschaft Zahnschmerzen hat, sollte nicht warten.
Das zweite Trimester ist der bevorzugte Zeitpunkt für planbare Eingriffe – nicht aus Sicherheitsgründen, sondern weil es für die meisten Patientinnen schlicht am angenehmsten ist.
Quelle: Benavides E et al. Journal of the American Dental Association 2024;155(2):70–77.
Die internen Verlinkungen zu implantate.com habe ich rausgenommen – die wären auf der Praxisseite fehl am Platz. Wenn du für einzelne Texte noch eine Verlinkung zu dr-zahedi.de-internen Seiten möchtest, gib kurz an wohin.