Karies bei Kindern: Große Unterschiede je nach Herkunft

Die Sechste Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS 6) hat eine auffällige Lücke sichtbar gemacht: 88 Prozent der Zwölfjährigen ohne Migrationserfahrung haben kariesfreie Zähne – bei Kindern der ersten Generation sind es nur 40 Prozent. Ein Unterschied von fast 50 Prozentpunkten.

Das ist keine Kleinigkeit. Es zeigt, dass die Präventionsangebote der letzten Jahrzehnte – die insgesamt sehr erfolgreich waren – bestimmte Bevölkerungsgruppen bisher nicht ausreichend erreichen. Sprachbarrieren, unterschiedliche Ernährungsgewohnheiten und ein anderer Zugang zu Vorsorgeuntersuchungen spielen dabei eine Rolle.

Seit Januar 2026 werden die zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen für Kinder (Z1 bis Z6) im Gelben Heft dokumentiert. Das soll helfen, alle Kinder systematischer zu erfassen.

Für Eltern gilt unabhängig davon: Früh anfangen. Bereits Milchzähne sollten regelmäßig geputzt und kontrolliert werden. Wer unsicher ist, ob die Putztechnik stimmt oder wie Ernährung und Zahngesundheit zusammenhängen, kann das in der Praxis besprechen.

Quelle: Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ), Sechste Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS 6), März 2025.